der Blindensee im Schwarzwald
In unserer Zeit haben Moore nichts von ihrer einmaligen mystischen Wirkung verloren.Wer einmal bei Nebel in ein solches Feuchtgebiet vordringt,empfindet sogar auf den sicheren befestigten und markierten Wegen sofort ein Gefühl der Beklemmung und der Angst.
Im höchsten deutschen Mittelgebirge ,dem Schwarzwald,kann man zwischen den Städtchen Schonach und Schönwald ein Naturschutzgebiet besichtigen,das von einer ganz eigentümlichen und einzigartigen Moorlandschaft umgeben ist.
In Anlehnung an den Namen eines Hofsguts,Gut Blindenhof heisst dieser See Blindensee.Hätte der Blindensee nicht den Namen von den angrenzenden Gut blindenhof bekommen,könnte man meinen,er sei ihm aufgrund seines trüben Wassers verliehen worden.Er schimmert tiefschwarz,und kein Sonnenstrahl vermag ihn zu durchdringen.Der Grund des Sees ist total vermoort,was bedeutet das es eigentlich keinen festen Untergrund gibt.
Schon früh fiel den Besuchern des Sees auf,das er keinen natürlichen Zu-oder Ablauf zu haben schien,es entstand der Eindruck,als ob das Gewässer im Moor gefangen sei.
Viele Forscher haben im Laufe der Zeit das Ufer des Blindensees nach einem noch so kleinem Fluss abgesucht--vergeblich.Um das zu überprüfen,goss man eine kräftige Farbe in den See,man ging davon aus,dass früher oder später eine entsprechende Verfärbung in der nahen Donau zu sehen sein müsste.Aber auch das blieb erfolglos.Bis jetzt bleibt der Blindensee die Erklärung schuldig,woher er kommt,und wohin er geht.
Eine Theorie ist,das angeblich es einmal 2 Bauernhöfe gab,die auf der heutigen Fläche des Naturschutzgebietes gelegen haben sollen.
Die beiden Familien der Höfe waren über Jahre tief verstritten.Eines Tages zuckte ein Blitz vom Himmel herab, und zerstörte beide Höfe vollständig.Der Blitz schlug bei seinem auftreffen eine tiefe Senke in den Boden,und über Jahre füllte sich das Becken dann mit Regenwasser,und bildete den heutigen See.sowie das umliegende Moor.
Überliefert ist auch die Geschichte,zweier Freizeitforscher,die mit Hilfe eines Senkbleis die Tiefe des Sees erforschen wollten.In einem kleinen Ruderboot
gelangten sie zur Mitte des Sees.Sie wollten gerade das Blei hinunterlassen,da erschall eine schaurige Stimme aus dem trüben Wasser:>>willst du mich messen,muss ich dich fressen<< .Den beiden Männern gefror das Blut in den Adern,Sie ließen vor Schreck das Blei los,und ruderten so schnell wie möglich zum Ufer.
Und noch eine Legende:
es geht um einen Bergbauern der mit seinem Fuhrwerk des Nachts auf der hochebene unterwegs war.Während der Fahrt schlief er plötzlich ein,aber seine treuen Zugtiere trotteten arglos weiter,geradewegs ins Moor hinein.der Boden gab unter dem Gewicht des Fuhrwerks nach,und Tiere,Kutsche und der Bauer versanken kurz vor dem Blindensee im Moor.der Bauer galt als verschollen.Als man anfing nach ihm zu suchen,fand man schnell die Spuren seines Wagens,die ins Moor führten.Allen war klar,was passiert sein müsste.
Umso grösser war allerdings die Verblüffung,als drei Tage später der Totgeglaubte samt Kutsche und Zugtieren auf einem Feldweg bei Kehl wieder auftauchten.Die Distanz zwischen dem See und dem Ort Kehl,beträgt nicht weniger als 60 km !!
Quelle : Zukunftsblick
Nunja...schöne Geschichte wie ich finde.Und bestimmt auch ein interessanter Ort.





