Ort: Hotel Waldlust Freudenstadt Datum: 14.05.11
Teilnehmer: TPF-Baden, Paranormal Saar, B. Cunow (GWUP)
Geschichte:
Die Waldlust war ein Treffpunkt der Welt. Anfang des 19. Jahrhunderts erobert das von Hotelier Ernst Luz begründete Haus binnen weniger Jahre einen Top Rang in der Grandhotellerie. Der Hochadel, Prinzen und Durchlauchten, Künstler und Finanzmagnaten, Filmstars und das noble Bürgertum. Sie pilgerten alle in das majestätische Komfortetablissement.
Sie finden in der jungen Kurstadt Freudenstadt die beste Luft und das beste Wasser.
Aus einer eleganten Prachtvilla, dem alten Sommerhaus Waldlust, erwuchs im Jahre 1902 nach dem ersten Großausbau ein Hotel mondänen Zuschnitts.
Anfang der 20er Jahre dann die nächste Erweiterung - nun entstanden der prächtige, mit Stuck verzierte Festsaal und die zahlreichen mit Balkonen und Loggien veredelten Suiten und Wohnräume im Südtrakt. 140 Zimmer, 60 Bäder und 100 Liegebalkons standen für die Gäste bereit. Geschlossen wurde es nun zum letzten Male um 2005/2006.
Seitdem steht dieses wunderschöne Haus leer und wartet auf einen neuen Besitzer oder eine neue Nutzung.
Impressionen:
Bilder vom Hotel Waldlust
Gründe unserer Untersuchung:
Berichtet wurde uns von einer weißen Frau, einen weißen Mann, Schattensichtungen, verschwundenem Equipment und Erlebnissen eines Fernsehteams.Sowie zerwühlte Betten die grade erst gemacht wurden in den Zimmern.
Unsere Recherchen ergaben jedoch, dass z.B. das verschwundene Equipment des Fernsehteams später wieder auftauchte.
Unsere Vorgehensweise:
Überwachung des Gebäudes für eine Nacht durch diverse Aufzeichnungsgeräte und persönlicher Anwesenheit.
Somit sah unser Tagesplan folgendermaßen aus:
-15:00-16:30 Uhr -- Anreise sowie allgemeines Kennenlernen der Teilnehmer und erste Begehung des Hauses/Besprechung.
-16:30-20:00 Uhr -- Interviews, Kameradreh, Aufbau des Equipments.
-20:00-22:00 Uhr -- aktiver Alleinlauf der Aufnahmegeräte im Haus, Essen/Pause
-22:00-06:00 Uhr -- persönliche Überwachung, Kontrollgänge,verschiedene Tests
-08:00-10:00 Uhr -- Frühstück
-10:00-11:00 Uhr -- aufräumen und Abreise
Der Anfang erinnerte an ein Großevent. Unsere Teams, Kamerateams, Reporter von Print/Radiomedien, diverse Leute vom lokalen Förderverein und ein Buchautor.
Der Buchautor schreibt eine Historie über das Haus, dessen Besucher sowie deren Besitzer.
Er hat sehr lange und ausgiebig recherchiert und mir interessante Dinge erzählt.
Wir werden in seinem Buch erwähnt, man darf also gespannt sein. Die Veröffentlichung werden wir hier bekannt geben.
eingesetzte Aufnahmegeräte:
DVR mit 4 Infrarotkameras, 7 Videokameras, Wärmebildkamera, Vollspektrumkamera, Bewegungsmelder, diverse Videokameras, Movetests, diverse Audioaufnahmegeräte.
Überwacht wurde das gesamte Erdgeschoss mit Festsaal, der Eingangsbereich, die Bar über das DVR und Bewegungsmelder.
In den Obergeschossen wurden die anderen Kameras so platziert, dass man die Flure überwachen konnte.
Der Buchautor erzählte uns von 2 Räumen im Dachgeschoss, in denen angeblich die meisten Sichtungen stattgefunden haben sollen.
Demzufolge war dies ein Ort der ebenfalls mit einer Videokamera und einem Movetest überwacht werden sollte, zudem kam dort auch ein Audioaufnahmegerät zum Einsatz.
Ein weiterer Movetest wurde unten im Festsaal aufgebaut, welcher ebenfalls von einer Kamera und einem Audioaufnahmegerät überwacht wurde.
Der nächtliche Einsatz:
Ständig beobachtet wurde die Aufzeichnung durch das DVR im Erdgeschoss via Bildschirm, wo auch die einzelnen Teams koordiniert wurden, so dass sie sich nicht gegenseitig störten, und man kein Gebäudeteil ausließ.
Die Teams wechselten sich in den einzelnen Stockwerken ab und machten Fotos und auch Filmaufnahmen und sammelten Eindrücke.
Das EVP Team machte unterdessen in den Teilen ihre Aufzeichnungen, in denen die anderen Teams nicht waren, um evtl. Stimmaufzeichnungen nicht zu beeinflussen. Regelmäßige Rundgänge fanden statt.
Zu den Movetests:
Es kursiert eine Theorie, dass WENN es Entitäten gäbe, sie sich wohl den ihnen bekannten Dingen zuwenden würden. Somit legt man solche
(in unserem Falle aus der "Glanzzeit" 1920: Zigarre, Dollarscheine, Schnaps) aus.
Dieser Theorie versuchen wir bereits längerer Zeit nachzugehen und binden sie bei unseren Untersuchungen mit ein.
Bisher jedoch mit sehr mäßigem Erfolg, daher unseren Erfahrungen entsprechend unbegründet und haltlos.
Einsatz einer Wärmebildkamera:
Die Wärmebildkamera kam mobil zum Einsatz. Es ergab sich die Gelegenheit zu prüfen inwieweit diese für unsere Arbeit wichtig oder relevant ist.Die Auswertungen der von ihr gemachten Fotos laufen noch. Sonst hat ihr Einsatz nichts ergeben.
Unser Fazit für solch ein teures Gerät:
Je nach Einsatzort bestimmt ein helfendes und sinnvolles Gerät. Wenn man aber die Relation des Kostenpunktes und die des Einsatzes sieht, ist sie zu teuer.
Wer günstig an eine herankommt, sollte sie nehmen und nutzen. Zwingend nötig ist sie wohl nicht wirklich. Temperaturschwankungen oder sogenannte Hot/Cold Spots könnte man auch anderweitig lokalisieren.
Hier nochmals herzlichen Dank an B. Cunow für die Beschaffung und Leihgabe eines solchen Gerätes für diese Nacht!
Zu dem Audios:
Eingesetzt wurden wieder verschiedene Aufnahmegeräte. Zudem ein ganz besonderer Test.
Es handelt sich dabei um einen Test, den einmal ein User in einem anderen Forum vorgestellt hatte. Er beinhaltet diverse Gegenstände die einem besonderen Aufnahmeverfahren von Stimmmodulationen dienen sollen.
Auszug aus den Aufbauteilen:
* 1 Radiogerät, 1 Bergkristall, ein Eisendraht, 1 Laser Pinpointer, Aufnahme Gerät und einen starken Magneten.
Auch wenn physikalisch äußerst fraglich, klang dies zunächst schon durchdacht und interessant, aber auch ein wenig verrückt.
(Aufgrund der fehlenden Genehmigung durch den Erfinder nennen wir keine weiteren Einzelheiten)
Die Auswertungen dauern an. Es schien aber teilweise funktioniert zu haben, wobei wir uns wiederum erst mit der Frage auseinandersetzen müssen wodurch und woher diese Stimmmodulationen physikalisch entstehen und was diese beeinflusst.
Wir werden berichten sobald uns dahingehend weitere Ergebnisse vorliegen.
Fazit zu der Untersuchung:
Im Haus befinden sich sehr viele Spiegel und Fenster, dies lässt sehr viel Spielraum für Sichtungen und Interpretationen jeglicher Art.
Auch die Atmosphäre, und der Eindruck lassen viel an subjektiven Wahrnehmungen und Emotionen zu, die auch wiederum zu tollen Phantasie-Effekten führen können.
Wir können aus dieser Nacht das Fazit ziehen, dass sich dort nichts abspielt, was man als paranormal einstufen könnte.
Uns liegen keinerlei Hinweise vor die auf paranormale Phänomene dort schliessen lassen .
TPF-Baden/Paranormal Saar
Ein etwas andere Bericht der Gruppe Paranormal Saar zur PU :
Ich könnte euch nun langweilen mit Messprotokollen, Vorgehensweisen, Geschichte des Hotels…mmmmhh ok das kann ich euch noch antun ![]()
Voilá: Flyer
Also statt euch mit Messprotokollen und Beschreibung der Vorgehensweisen zu langweilen, die bei beiden Teams übrigens ähnlich sind und es von daher zu keinen Komplikationen führte, möchte ich die Zeit lieber nutzen einen offenen Brief an die Weiße Frau und den Weißen Herren zu schreiben. ![]()
Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr in Weiß. Das TPF hat uns extra aus dem Saarland einfliegen lassen
um Sie gemeinsam zu (be)suchen. Ich nahm mir extra einen Tag eher frei um meine Akkus zu laden, meine Gerätschaften zu checken und nutzte auch die Zeit mich über sie kundig zu machen.
Am 14.05.2011 trafen wir uns am MC in Lisdorf und verputzten zunächst mal einen Egg-McMuffin und anderes Getier. Gegen 09:30 Uhr fuhren wir dann voller Vorfreude auf sie in Richtung Freudenstadt. Nach einer halben Stunde mussten wir 6,50 Euro berappen um über die Französische Autobahn zu fahren. Von brettern kann bei einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 130 Km/h nämlich nicht die Rede sein. Also weiter geht´s Richtung Freudenstadt oder wie von anderen liebevoll, Lucky-Town genannt. Nach ca. 2 Std. und 45 Min. erreichten wir dann den Ortseingang von Freudenstadt nachdem wir über die malerische Hochschwarzwaldstrasse einem Mercedes Benz hinterher dümpeln mussten, der bei jeder Kurve meinte seine Bremsen testen zu müssen. Welcome to Lucky Town sagte ich noch Sven über Funk der hinter mir fuhr. Zunächst fuhren wir zu ihrer ehemaligen Residenz in der sie einst Fürsten empfingen und Feste feierten. Das Hotel war riesig zugegeben aber doch maroder als es den Anschein machte. Ihre ehemalige Residenz fiel auch auf durch Zeichen des Wandalismus was ich wirklich schade fand. Sie hätten denen mal erscheinen sollen dann hätten diese bestimmt Reißaus genommen und Sie hätten ihre Ruhe gehabt. Naja. Zunächst fuhren wir dann mal einen Kaffee trinken. Giovanni der Kellner der auch schon bei TV Total war meinte:“ 3 Euro vierzig“. Als ich den Geldbeutel rausnahm war er schon wieder weg. Als er wiederkam meinte er „ 3 Euro fünfzige.“ ![]()
Herrscht in ihrer Heimatstadt Freudenstadt etwa eine Abzock Mentalität? Nein nein keine Sorge das war das einzige negative Beispiel was ich allerdings noch irgendwo lustig fand.
Ansonsten ist Freudenstadt wirklich eine Reise wert. Das Mittagessen hat gut gemundet und frisch gestärkt fuhren wir zum Hotel um uns mit unseren Kollegen und Kolleginnen des TPF zu treffen. Einige „neue“ Leute waren dabei mit denen wir uns auf Anhieb gut verstanden. Also liebe weiße Frau und lieber weißer Herr Sie sehen, es wurden keine Kosten und Mühen gescheut Sie aufzuspüren. In der Zeit in der Andrea den Interview-Marathon startete bauten die Teams die Sachen auf und schauten sich im Hotel Waldlust um. Der Verein für Denkmalpflege Freudenstadt tut wirklich alles um Ihnen Ihr Heim zu erhalten doch sieht man an vielen Stellen den Kampf gegen die Windmühlen. Sogar Bernd Cunow von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) wurde engagiert um auch der Wissenschaft mitzuteilen dass es Sie gibt. Doch was mussten wir nun nach etlichen Stunden feststellen? Sie waren wohl zu bequem sich um den Trubel zu kümmern der eigens für Sie beide veranstaltet wurde! Bisher nichts….nicht das kleinste Mysterium konnten wir bisher auf Bild oder Ton entdecken. Nach einer kalten Nacht wollten wir nur noch nach Hause und ließen gar das extra organisierte Frühstück mit dem TPF platzen was gar nicht schön war von uns. Sorry dafür aber es hatte seine Gründe wie wir ja teils schon erläuterten.
Liebe Geisterl des Waldlust, feiert mal schön ab denn Ihr wart so passiv und nicht gastfreundlich zu uns, dass wir euch wohl nicht mehr (be)suchen werden.
Herzlichst euer Frank/Teamleiter Paranormal Saar
Links zu den Presseartikeln zu dieser Untersuchung:
Eine Geschichte die uns dort passiert ist regt doch gewaltig zum schmunzeln an, und verdeutlicht wieder einmal, wie oft wir falsch oder machmal überhaupt angesehn werden. Wir möchten Ihnen diese auch nicht vorenthalten.
Ein Mann kam nachts zum Hotel, das Team stand vor der Tür und hatte grade eine kleine Pause. Der Mann stellte sich wie selbstverständlich zu uns, und blieb wie angenagelt stehn. Ich fragte ihn wie wir ihm denn helfen könnten und ob er jemanden suche.Er verneinte dies mit den Worten "nö nicht wirklich" ok dachte ich, dann wird er bestimmt gleich wieder gehn. Jedoch blieb er weiterhin stehn und begutachtete uns.Nach einer Weile fragte ich ihn nochmal ob ich ich ihm irgendwie helfen könnte. Da erwiderte er, dass er dieses Team sucht über das in der Zeitung berichtet wurde. Er schaute mich an, nachdem ich sagte das wir das seien, und fragte mich "spüren sie nichts? " Ich verstand nicht wirklich was er von mir nun erwartete und hakte nach. Er sagte: " spürt ihr nicht das ich hier mal vor Jahrzehnten einen Autounfall hatte? " ich musste grinsen und verstand immer noch nicht wirklich was er von mir wollte. ich verneinte das ich es nicht spüren könnte. Er guggte etwas konsterniert, und fragte ." könnt ihr das mit euren Geräten nicht messen ? " Nun war fertig und ich musste wirklich lachen.Auch diese Frage musste ich ihm gegenüber verneinen und ich fragte ihn ob der Unfall denn so schwerwiegend gewesen wäre, doch da verneinte er und sagte :" nein nur ein kleiner Blechschaden " !
Manchmal fragt man sich was die Menschen denken was wir können, oder wer wir sind. Ich frage mich heute noch, was er eigentlich von mir wollte....
Lg Andrea
Wir danken auch nochmals hier dem Förderverein Freudenstadt, für die Mitarbeit und die nette Unterstützung !!





