PU Bericht 27.03.2010 Kasematten Rastatt
Die Kasematten in Rastatt – fachlich korrekt Contreescarpegalerie genannt - sind ein unterirdisches System von Gängen unter der einstigen Festungsstadt. Die Festung Rastatt wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Bollwerk gegen Frankreich erbaut und war seinerzeit eine der größten Festungsanlagen Europas. Die Kasematten waren Räume in den Forts, die entweder unter der Erde, in den Wällen oder in besonders gesicherten Gebäuden untergebracht waren. Als im Jahr 1849 preußische Truppen die Festung Rastatt beschossen, flüchteten die Einwohner in diese Schutz bietenden Anlagen. Nach der Kapitulation wurden in den kleinen gewölbten Kammern, die nur durch Schießscharten das Tageslicht einließen, die Freischärler gefangen gehalten.
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| Vielen alten Rastattern sind sie ein Begriff, denn da „drunne“ waren sie schon als Kinder. Um die in der Tiefe des Erdreichs liegenden Festungsanlagen ranken sich denn auch einige Geschichten. Dazu gehört die nicht auszurottende Mär von einem unterirdischen Gang, der zum Schloss Favorite bei Förch führen soll. Er wurde nie gefunden, doch nichts ist langlebiger als eine vertraute Überlieferung, von der schon der Grossvater erzählt hat. Manche Besucher, die zum ersten Mal draussen am Südring in die Unterwelt hinabsteigen, befällt beim Eintritt in die „Contreescarpegalerie“ (so die korrekte Bezeichnung) ein eigentümliches Gefühl. Die Weitläufigkeit der unterirdischen Anlage und die völlige Abgeschiedenheit von der Aussenwelt beeindrucken gleichermassen. Bange Fragen, meist von Seiten weiblicher Gäste, werden nach der Haltbarkeit der Gewölbe und nach dem Auftreten von Ratten und Mäusen gestellt und lassen ahnen, dass die betont forsche Haltung mancher Besucher nur vorgeschützt ist. Doch die einleitenden Worte des Kasemattenführers lassen die Zeit vor 150 Jahren wieder aufleben und etwaige „Bedenken“ sind rasch zerstreut. Anhand von Schautafeln erhalten die Gäste einen ersten Eindruck vom Ausmass dieser einst so mächtigen Bunde- und Reichsfestung. Der anschliessende Parcours durch die sog. Minengänge, die fast 150 Meter unter dem Glacis ins Vorland gehen, verlangt von den Teilnehmern schon eine gewisse Geschicklichkeit. Eine kurze Strecke ist nämlich nur 1,50 Meter hoch, und wer grösser ist, muss eben gebückt gehen. Diese ausgeleuchtete Strecke bietet besonders Schulklassen ein ideales Terrain zum Gaudimachen. Danach geht es aber „ernsthaft" weiter. über 350 Meter lang erstreckt sich der Hauptgang mit seinen zugeschütteten Schiessscharten in Richtung Westen, und nur mit viel Phantasie gelingt es den Besuchern, sich den Festungsgraben vorzustellen, der jenseits der Mauer lag. Die anfangs in unregelmässigen Abständen erkennbaren Belüftungsschächte enden nach ca. 100 Metern und es wird beim Weitergehen offensichtlich, dass die hohe Luftfeuchte in diesem Bereich den Schautafeln zugesetzt hat. Doch sei´s drum! Tapfer marschieren die Besucher weiter und lassen sich vom Kasemattenführer die eine oder andere Gruselgeschichte aus der Festungszeit erzählen. Und es gibt deren viele! Nachdem der Gang zum x- ten Male abgebogen ist, drängt sich manchem die Frage auf, ob man denn unbeschadet den Ausgang wiederfinden könne. Doch die beruhigende Antwort des Führers lässt zaghafte Gemüter wieder hoffen, sodass sie zuversichtlich und forschen Schrittes auch die letzten gangbaren Meter hinter sich bringen. Da - plötzlich endet der Gang, ein Balken liegt quer über dem Pfad und im Halbdunkel erkennt man weiter vorn, dass da Geröll, Schutt und sogar Wasser eingedrungen sind. Bis hierher und nicht weiter! Also heisst es umkehren und auf dem Rückweg ist wieder die eine oder andere Story aus dem Leben der Festungssoldaten fällig. Hier wurden nicht nur Geschichtchen, sondern auch Geschichte geschrieben! Wer mit der skeptischen Haltung herkam, eine Kasemattenführung sei uninteressant, wurde in Rastatt eines Besseren belehrt. So verabschieden sich denn die meisten Gäste mit den Worten: „Wir kommen wieder!“ Na also. |
Auszug von der HP des Historischen Vereins Rastatt. Hier zu deren ganzen HP und zu mehr Infos über die Kasematten: HISTORISCHER VEREIN
Nach langem Hin und her gab man uns dann auch die Gelegenheit uns dort mal umzusehn. Gestern war es dann soweit. Treffpunkt war die Strasse zur Anlage um 18:00Uhr . Vorgegeben hatte man uns 3 Stunden.
Man holte uns dann auch pünktlich dort ab und führte uns zum Eingang. Allein hätte man den nie gefunden so versteckt war er. Es gibt allerdings auch 3 versch. Eingänge die man in Rastatt finden kann.
Wie starteten dann auch gleich.
Ort: Rastatt Kasematten
Zeit: 18.00 Uhr
Wetter: regnerisch etwa 14°C
Anwesende: TPF-Baden
Leader: Andrea
Manu, Andy ,Peter ,Yvonne,Frank,
und ein sich zufällig aufgetaner Schnupperling...
Equipment:Video,EMF-Messgeräte,Fotofalle,Digicams,IR-Termometer
1.Grundmessung:Luftfeuchte:ca.55%
Temperatur: ca.14°C in den Höhlen.
Zu den Temperaturen ist noch folgendes anzumerken. Sie waren teilweise sehr schwankend. Am Anfang und Ende eines Ganges fielen uns Unterschiede von teilweise bis zu 4°C auf. Allen kam die gefühlte Temperatur allerdings sehr viel niedriger vor. Was wahrscheinlich aber auch der hohen Luftfeuchte zuzuschreiben ist.
Diese Höhlengänge waren sehr sehr lang..etwa 300m. Man konnte in einem durchschauen. Insgesamt betrug die gesammte Länge mit angrenzenden Räumen etwa 1km. Dann gab es noch ein paar Höhlengänge, die nicht mehr, wie etwa 1,20m Höhe hatten, die aber entweder in eine Sackgasse führten, oder aber sich wieder an einen Gang koppelten.(so nach dem Motto: Alle Wege führen nach Rom.)
In einen der langen Gänge brachten wir eine Videokamera in Stellung, die so den ganzen Gang abfilmen konnte. In dem anderen langen Gang dann unsere Fotofalle,die ebenfalls somit den Gang permanent beobachtete.
In einer Nische eines langen Ganges, die in einen 1,20m Tunnel führte, legten wir einen Movetest aus.
Dann teilten wir uns in Teams auf, jedes Team hatte eine spezielle Aufgabe. EVPs,Fotos, Messungen,ect...
Wir hielten uns stetig auf dem laufenden, was die Temperatur und Luftfeuchte anbelangt, und stellten somit auch einen kontinuierlichen Abfall der Temperatur, sowie eine Erhöhung der Luftfeuchte fest.
Auserdem wurden aktive sowie auch passive EVPs gemacht, EMF Werte geprüft, und IR-Thermometer eingesetzt.
Nun nochmal zurück zu unseren überraschenden Schnupperling.Es war die Nichte des Kasemattenführers, die leidenschaftlicher TAPS fan ist, und als sie gehört hatte das wir Ghosthunter kommen, wollte sie das natürlich nicht verpassen. Somit schloss sie sich uns an,und stellte somit mit mir ein Team dar.
Ich war mit ihr in einem Raum um passive und aktive EVP´s zu machen, und uns da im Dunken ein bisschen umzuschauen. Uns fiel auf, das in dem Raum die Temperatur teilweise auf bis zu - 4° abfiel. War aber nicht wirklich nachzuvollziehn. Und auch nicht zu verfolgen.
Bald darauf beendeten wir auch diese Session.
Auswertungen:
EVPs: da laufen noch die Auswertungen, es erweist sich als schwierig, weil diese Höhlen natürlich eine tolle Hall und Echofunktion aufwiesen. Sollte sich was ergeben, posten wir es nach.
Video: Ergebnisslos
Bilder: brachten keine nennenswerten Ergebnisse.
Fotofalle: auch dieses brachte nichts..das einzige was sie aufnahm waren wir selber,durch das, das auch in diesem Tunnel immer wieder jemand durch musste.
EMF: keine nennenswerten Ausschläge
Movetest: beim Movetest stellten wir einmal eine Abweichung des eingezeichneten Kreuzes um etwa 1cm.fest.Was man aber evtl Mäusen oder ähnliches zuordnen könnte. Ergeben hatte sich nach weiteren Untersuchungen dort aber nichts.
Fazit: Wir halten diesen Ort nach heutigem Stand für nicht frequentiert. Was aber die Location keineswegs schmälert. Für jeden, der mal in Rastatt ist, ist dies ganz bestimmt ein tolles Erlebniss dort mal an einer Führung teilzunehmen.
Ich möchte hier auf diesem Weg auch mal den netten Herren vom historischen Verein grüssen und auch danken, das sie sich für uns die Zeit genommen haben, und uns das alles ermöglicht haben. DANKE !
TPF-BADEN





