Einführung: Geschichte der Wallfahrtskirche
Eine Sehenswürdigkeit des Landkreises Karlsruhe ist die St. Barbara Ruine in Langensteinbach. Die Kirche wurde 1330 von den Herrenalper Mönchen erbaut und ab 1450 zu einem gutbesuchten Wallfahrtsort. Grund hierfür war ein Abbild der heiligen St. Barbara dem mehrere Wunder zugeschrieben werden. Ab Mitte des 16 Jhd. kamen immer weniger Pilger und die Kirche zerfiel. Doch nicht für immer, denn 1674 begann man den Wiederaufbau, der allerdings in den Erbfolgekriegen 1707 wieder zunichte gemacht wurde. Auch in den Kämpfen der napoleonischen Kriege wurde das Gebäude nicht geschont. 1797 wurde notdürftig renoviert, eine Restauration erfolgte 1903. Der Turm dieser auch als Fluchtkirche gedachten Anlage wurde 1966 zum Aussichtsturm gestaltet.
In der Nähe der Ruine befindet sich auch noch der sog. Römerturm, die Reste einer im 12 Jhd. errichteten Turmburg.
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PU Bericht:
Ort: St. Barbara Kapelle Langensteinbach
Tag: Freitag der 29.08.08
Ankunftszeit an der Kirche: 20 Uhr
Wetter: Klar, kaum bewölkt
Tempertur: Warm ( 22°C )
Luftfeuchtigkeit: 63%
Teilnehmende Mitglieder: Andrea, Andy, Anette , Peter
Equipment: 2 IR Thermometer, EMF-Checker, 4 Audioaufnahmegeräte, 2 Digicams
Als wir an der Kirchenruine ankamen war es schon leicht dämmerig. Wir beschlossen deshalb erst einmal uns ein Lagerplätzchen zu suchen, denn wir wollten erst noch einmal unser Equipment prüfen und einsatzbereit machen.
Wir prüften Funktionstüchtigkeit sowie Akku und Batteriebeschaffenheiten. Wir wollten sicher gehen das auch alles einwandfrei funktioniert und auch die Akkus voll waren.
Nach einer kurzen Einweisung in die Gerätehandhabung bei Anette und Peter, starteten wir einen Rundgang um uns bei Tageslicht noch ein Bild machen zu können, damit wir im Dunkeln eventuelle gefährliche Stolperstellen und Wege besser erkennen konnten.
Hier ein paar Fotos bei Tageslicht:




Nachdem wir den ersten Rundgang beendet hatten, warteten wir auf die Dunkelheit.
Als es dann endlich anfing dunkel zu werden fingen wir mit unserer ersten PU Begehung an.
Zuerst legten wir einen Voicerecorder in einen der Kelleräume. Der dort auch eine ganze Zeitlang verbleiben sollte.
Dann teilten wir uns auf und jedes "Paar" ging in verschiedenen Richtungen um die Kirche herum. Gemessen wurde dabei EMF und die Temperatur per IR Thermometer. Diese messungen waren jedoch ohne Befund.
Treffpunkt war dann der Turmaufgang.
Auf dem weg zur Turmspitze nahmen wir ebenfalls EMF und Temperaturmessungen vor, die jedoch auch diesmal ohne Befund waren.
Oben auf der Aussichtsplattform bezogen wir erst einmal Station. Auch dort wurden in regelmässigen Abständen Temperaturen mit IR und auch EMF Werte abgefragt.
Die Temperatur betrug inzwischen 19 °C und es wurde schon recht dunkel. Einige male wurden Ausschläge auf dem EMF - Checker registriert. Diese waren aber leider sehr kurz, weshalb wir sie auch nicht zurückverfolgen konnten. Dabei muss man aber auch beachten das Sandstein damals sehr viel Quarz enthalten hat. Dieser auch in der Lage sein residuale Aktivitäten zu speichern. Auch gibt er teilweise ein sehr geringes elektromagnetisches Feld ab. Temperaturschwankungen wurden uns auch angezeigt. Auch hier muss man allerdings ebenfalls bedenken das die Kirche aus Sandstein besteht und dieses Gestein die Wärme der Sonne vom Tage oder auch unsere Körperwärme speichert. Also konnten wir nicht genau erkennen was diese leichten Temperaturschwankungen auslöste. Deshalb möchten uns da nicht festlegen.
Wir verweilten etwa eine halbe Stunde oben und begaben uns dann wieder auf den Rückweg runter zum Schiff der Kirche.
Unterwegs im Treppenaufgang hinterlegte Andy aber noch einen Analogen Audiorecorder.
Die Turmaussichtsplattform:

Inzwischen war es 21:30 Uhr und die Temperatur betrug 15°. Die Luftfeuchtigkeit noch 51%
Wir fuhren mit unserer Untersuchung im Schiff fort. Gemessen wurden wieder Temperaturen per IR Thermometer. Sowie EMF mittels dementsprechenden Messgerät.
Wobei in einer Ecke auch vermehrte Temperaturschwankungen zu spüren waren, diese aber diesmal nicht dem Mauerwerk oder unserer eigenen Körperwärme zugesprochen werden konnten da sie zu weit weg von diesen waren. Auch in der Mitte des Schiffes fielen uns solche Temperaturschwankungen immer wieder auf. Der Unterschied betrug zeitweise in seltenen Fällen zwischen 5 bis 10 °c. Der EMF - Checker zeigte auch Reaktionen, die auch mal bis in den Bereich von 3-4 MG gingen. Aber nur sehr kurz.
Sichtungen blieben aber leider aus.
Das Schiff im Dunkeln:



Damit war unser erster Hauptrundgang bei Dunkelheit und die erste Untersuchung beendet.
Bis etwa 22:00 Uhr machten wir eine kleine Pause. Während dieser Pause standen wir im Innenhof der Kappelle und ließen die Umgebung in aller Ruhe auf uns wirken.
In den nächsten 2 Stunden gingen wir immer wieder Paarweise umher um EMF und IR Temperaturen zu messen.
Auch der Aussichtsturm wurde nochmal besucht. EVP`s wurden ebenfalls gemacht.
Aber auch diemal waren ausser 2 Temperaturschwankungen und sogar einmal ein Kälteschauer bei mir und Anette, nichts aussergewöhnliches festzustellen.
Gegen 23 Uhr beschlossen Andy und Peter noch einmal aussen um die komplette Kapelle herumzugehen. Gemessen wurden wieder EMF und auch IR. Ohne Befund.
Dann gingen wir allen nochmal ins Aussengelände um es abermals etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Die Fotos vom Aussengelände in der Nacht:



Aber auch hier war alles ruhig.
Nach geraumer Zeit beschlossen wir dann den Heimgang anzutreten. Wir sammelten die Voicerecorder ein, packten unser Equipment zusamen und verliessen das Gelände.
Am nächsten Tage machte ich mich gleich an die Auswertungen der Fotos und der EVP´s.
Und auch Andy war damit beschäftigt. Doch sie sind leider ergebnisslos.
Auf einem Bild jedoch sieht man etwas das wir uns bis zum jetzigen Zeitpunkt " noch " nicht erklären können.
Hier das Bild:

Unser Endergebniss dieser PU:
EMF Ausschläge und diverse Coldspots waren wohl vorhanden. Ob sie jedoch eine 2. PU wert sind werden wir intern noch einmal klären.
Der Ort selbst hat einen gewissen mystischen Charme, dem man sich schlecht entziehen kann. Dadurch das diese Kapelle in einem Wald auf einer Lichtung steht ist das Gelände sehr dunkel und das hat natürlich auch einen gewissen Reiz.
Ob es dort paranormale Aktivitäten gibt wollen wir weder dementieren noch bestätigen. Dazu benötigt man wohl noch ein paar Untersuchungen mehr.
TPF-Baden Team





