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Herzlich willkommen beim Team Paranormaler Forschung 

Baden - Württemberg

   

Bericht -->TPF-Besuch bei Lucadou



Im Namen vom GeisterNet, speziell ~DARK~, und im Interesse der "Weiterbildung" haben Dentalnurse und ich uns auf den Weg gemacht, um eine Vorlesung des Dr. Dr. Lucadou in Freiburg zu besuchen.

Dr. Dr. Lucadou ist Psychologe und Physiologe.
Er betreibt die im Moment einzige anerkannte parapsychologische Beratungsstelle WGFP in Freiburg. Diese ist mittlerweile 20 Jahre existent. Etwa 3000 Hilfeanfragen gehen Jahr für Jahr dort ein.
Die Beratungsstelle wurde sogar von "start sozial"
ausgezeichnet. Gergründet wurde diese Beratungsstelle in den 80er Jahren, als ein BOOM unter Jugendlichen verzeichnet wurde, die sich mit Glasrücken und ähnlichem beschäftigten. Um dieser Tendenz entgegen zu wirken, wurde an den Schulen Aufklärungsarbeit von dieser Beratungsstelle betrieben, damals allerdings noch unter H. Bender.

Thema: "Spuk" ein Rätsel der Menschheit?

Es ging darum, zu durchleuchten was "Spuk" ist, welche Ursachen es dafür gibt und wie man ihm zu Leibe rücken kann.
Unterschieden werden muss erst mal zwischen "Spuk" und "Erscheinungen". Dr. Lucadou trennt diese zwei Dinge sehr deutlich. Für ihn haben Spuk und Erscheinungen nichts miteinander zu tun.

Widmen wir uns erst einmal seinen Definitionen in punkto Spuk.

Seine doch recht trockene Meinung ist erst mal, dass eigentlich jeder "Spuk " aufzuklären ist. Alles hätte wohl einen psychologischen Hintergrund.
Ich persönlich finde aber, das er es sich damit zu einfach macht. Nur weil er bis jetzt jeden Fall, der an ihn herangetragen wurde, lösen konnte, heißt es ja eigentlich noch lange nicht, dass es nicht auch Fälle geben kann, die unlösbar sind. Ihm ist vielleicht nur noch keiner untergekommen. Allerdings sagt er aber auch, dass alles auch nur eine Theorie ist, denn WISSEN tut man eigentlich gar nichts!

Was ist "Spuk"? Ein "via regia"? (Königsweg)

Lucadou erklärte, dass man in der Psychologie den Spuk Reccurent Spontaneus Psychokinesis (RSPK) nennt. Was er aber für recht unpassend findet. Seiner Meinung nach, ist es eine psychosomatische Reaktion, die in der Umgebung stattfindet.

Ein Beispiel von ihm:

Eine Firma bat ihn um Hilfe, weil es dort immer mal brannte. Der Chef dieser Firma traute sich gar nicht mehr, seine Firma zu verlassen, weil er wusste, wenn er mit dem Zug dann an seiner Firma vorbeifahren wird, würde er ganz bestimmt wieder Rauchschwaden entdecken. Er bat die Beratungsstelle um Hilfe.
Lucadou sah sich alles an und ihm fiel als erstes auf, dass sich diese Brände immer an der Wand entzündeten. Und immer waren es Kalender.
Warum? Wie wir wissen, muss man ja bei solchen Phänomenen immer ein bissel um die Ecke denken.
Also warum Kalender und warum immer erst dann, wenn der Chef aus dem Haus ging? Nach einigen Recherchen stellte sich dann heraus, dass wohl die Sekretärin ein Auge auf ihren Chef geworfen hatte, und immer wenn er aus dem Haus ging, blutete ihr Herz. Das wiederum machte sich dann so bemerkbar, dass sie unbewusst diese Brände auslöste. Eben immer Kalender, in denen die Zeit stand, wann ihr Chef das Haus verließ.
Aber damit war es nun nicht getan, denn das erklärte immer noch nicht, warum z.B. auch die schwer entzündbaren Jalousien in Brand gerieten. Die hatten ja nichts mit der "Zeit" zu tun.
Seine Frau machte manchmal in der Firma sauber. Und wenn ihr mal das Wort Jalousie übersetzt, heißt es ... richtig ... EIFERSUCHT! Diese Brände konnten also später der eifersüchtigen Ehefrau zugeschrieben werden. So fügte sich eins an das andere. Und das Phänomen war gelöst.

Wie entsteht Spuk?

Die oben angeführte Geschichte stellt auch sehr gut dar, wie nach Lucadous Theorie ein Spuk entsteht. Um einen Spuk zu produzieren, braucht es demzufolge laut Lucadou folgende Eigenschaften: (als Fallbeispiel nehmen wir die geschichte von oben)


1. Dissoziativität --->(unerfüllte Liebe zum Chef)
2. verdrängte Probleme --->(Sehnsüchte)
3. Externalisierung --->(die Kalender)
4. Somatische Robustheit--->(sie war eine starke Frau)
5. Beobachter --->(Chef, Mitarbeiter)

Aber damit ist das Problem ja nicht gelöst, denn die Ursache ist zwar erkannt, aber nicht gebannt. Man muss dann natürlich noch die übliche Aufklärungsarbeit leisten und die Lösungen aufzeigen.

++++++

Alles in allem war es sehr interessant, er sprach auch den Fall Joller an und zeigte einen kurzen Ausschnitt aus der Dokumentation über das Haus Joller. Ebenfalls las auch Textpassagen aus dem Tagebuch Jollers.
Er zeigte Fotos von verwüsteten Wohnungen, nannte einige Fallbeispiele,
erklärte die Lösungen dazu und erläuterte seine Ansichten.
Er ist ein Wissenschaftler, was man sehr deutlich merkt. Im Grunde hat er nicht nach rechts oder links geschaut, sondern bezog wirklich alles auf die Wissenschaft und die Technik. Man hörte nicht raus, ob er nun eigentlich an etwas glaubt oder nicht.
Trotzdem kann ich diese Lesungen von ihm nur jedem empfehlen, sie sind sehr informativ und auch ich habe noch sehr viel dazu gelernt.
Wir haben festgestellt das seine und unsere Arbeitsweisen sich eigentlich nicht unterscheiden. Den einzigen Vorteil den er hat, ist sein enormes fachliches Wissen und seine langjährige Erfahrung. Ich bin und bleibe jedenfalls ein Fan von ihm. Und ich werde auch garantiert die nächsten Lesungen mit Spannung und Interesse verfolgen. Über meinen Vorschlag, doch mal über "Erscheinungen" eine Lesung zu halten, denkt er nach!

Andrea/TPF -Baden

Hier noch ein Buchtipp:
Im folgenden Buch wurden Hilfeanfragen an die Beratungsstelle veröffentlicht.

Zahradnik, F.:

Irritation der Wirklichkeit. (<-Klicken zum bestellen)

Eine qualitative und quantitative Analyse der Briefsammlung der Parapsychologischen Beratungsstelle in Freiburg. Lit-Verlag(24.90 EUR, ISBN 978-3-8258-0721-4)

Ausserdem findet ihr auf der HP von   www.geisternet.com  einen Shop, der auch Bücher von Lucadou zum bestellen bereit hält.


   
   

   

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